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BIORAFFINERIEN

BIOGAS

Bioraffinerien

Aus Zuckerrübenpressschnitzel, Maissilage, Hühnertrockenkot und Gülle wird in jeder unserer Biogasanlagen rund 53 Millionen kWh Biomethan pro Jahr produziert. Insgesamt erzeugen wir jährlich mehr als 250 Mllionen kWh Grünes Gas, dies entspricht mehr als fünf Tankfahrzeugen mit insgesamt 100.000 Liter Heizöl am Tag. Bei Verstromung im BHKW könnten 23.000 Haushalte mit Strom und 5200 Haushalte mit Wärme versorgt werden.

 

Mais


Auf einem Viertel der Anbaufläche wird Mais angebaut. Dies entspricht ungefähr dem Flächenanteil, der früher benötigt wurde, um das Futter der Arbeitstiere zur Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Betriebes sicherzustellen (Hafermotor). 

Mais bietet als C4-Pflanze einen Massezuwachs wie keine andere landwirtschaftliche Kultur! Das Düngen erfolgt mit den Gärretsen aus der Biogasanlage - ein geschlossener Kreislauf. Ende September bis Oktober ist Erntezeit für den Mais. Nach der Ernte mit dem Häcksler wird der zerkleinerte Mais in einem Fahrsilo mit schweren Maschinen verdichtet, um überschüssige Luft herauszupressen und so den aeroben Abbau durch Pilze und Bakterien zu verhindern. Eine sogenannten "Silomiete" entsteht. Wichtig ist hier eine hohe Verdichtung, um den Gärungsprozess mit Hilfe der Milchsäurebakterien unter optimalen Bedingungen in Gang zu setzen. Die Miete wird zum Schluss mit Folie luftdicht abgedeckt und für mindestens 6 Wochen geschlossen.

 

Zuckerrübenschnitzel


Nachdem aus unserer Zuckerrübe in der Zuckerfabrik der Zucker gewonnen wurde, kommen die Reststoffe (Zuckerrübenschnitzel) wieder zurück in den Betrieb- in unsere Bioraffinerie. Dort werden sie im gleichen Prozess, wie der Mais, einsiliert und so für die nächsten zwölf Monate, für die Fütterung der Anlage, konserviert.

 

Gülle und Mist


Täglich erhalten wir von unseren Kooperationspartnern aus der Tierhaltung frischen Mist und Gülle. Diese Menge wird "just in time", d.h. innerhalb von 2 Tagen, in der Anlage verfüttert. Dadurch haben wir nicht nur wertvolle Rohstoffe für unsere Gasproduktion, sondern reduzieren dadurch erheblich schädliche Emissionen, wie Methan, CO2 und Stickstoffverbindungen.


Nach über 100 Tagen Verweilzeit im Gärprozess haben die Bakterien alle die von ihnen abbaubaren organischen Substanzen zu Methan umgewandelt. Übrig bleibt der Gärrest. Dieser enthält neben den eingebrachten Nährstoffen die nicht mehr abbaubare organische Substanz Humus. Somit ist der Gärrest ein wertvoller Dünger und "Bodenverbesserer". Wir sind dadurch in der Lage unseren kompletten Düngerbedarf selbst, ohne Zukauf von Mineraldünger, zu decken. Der eingebrachte Humus ist nichts anders als CO2, dass der Atmosphäre auf dieser Weise entzogen und im Boden eingebaut wird. Auf diese Weise leisten wir einen wichtigen Beitrag zur CO2-Fixierung und Anreicherung in unseren Böden. 
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Damit das Roh-Biogas (52% Methangehalt) der energetischen und stofflichen Nutzung zugeführt werden kann, muss es auf Erdgasqualität (99% Methangehalt) aufbereitet werden. Es wird im Gegenstromverfahren mit Wasser unter einem Druck von 5,5 bar in der Gasaufbereitungsanlage gereinigt und dann dem Erdgasnetz zugeführt. Jeder cbm gereinigtes Biogas hat einen Brennwert von ca. 10,8 KW, das ist genauso viel, wie 1 Liter Heizöl. Da wir pro Stunde ca. 700 cbm ins öffentliche Netz einspeisen, entspricht unsere Tagesproduktion in etwa einem LKW Heizöl. Der landwirtschaftliche Betrieb braucht auf diese Weise kaum externen Dünger zuzukaufen.

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RAFFINERIE

Eindrücke von unseren Biogasanlagen

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